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Malteser Waldbröl

Bombenfunde in Köln erforderten zwei Evakuierungseinsätze innerhalb einer Woche

In dieser Woche wurde erneut eine Weltkriegsbombe in Köln gefunden, die entschärft werden musste. Bereits in der letzten Woche waren die Malteser zusammen mit anderen Einsatzkräften im Einsatz nach einem Bombenfund an der Mülheimer Brücke.

14.09.2014
Die Abschnittsleitung am Betreuungsplatz im Staatenhaus Köln beim Evakuierungseinsatz. Foto: Malteser Köln
Die Abschnittsleitung am Betreuungsplatz im Staatenhaus Köln beim Evakuierungseinsatz. Foto: Malteser Köln

Bombenfund an der Mülheimer Brücke

Am 14. Juli ging die Nachricht ein, dass eine 20-Zentner-Weltkriegsbombe am Kölner Rheinufer gefunden wurde und zur Entschärfung am nächsten Tag rund 1300 Bewohner der Sozialbetriebe Köln evakuiert werden müssen. Einsatzschwerpunkt war die Betreuung von über 400 gehfähigen und rund 70 bettlägerigen Bewohner in einer Kölner Kongresshalle. In der dort behelfsmäßig eingerichteten Betreuungsstelle wurden diese, gemeinsam mit einer Einheit der Johanniter aus Köln und einer des DRK aus Euskirchen, rund zehn Stunden betreut. Darüber hinaus wurde durch die Malteser Küche die Versorgung mit Getränken, Frühstück, Mittagessen und Abendessen für die Einsatzkräfte im Bereich der Betreuung sichergestellt. Außerdem waren die Malteser mit einem Notarzteinsatzfahrzeug, drei Rettungswagen, zwei Krankenwagen und zwei Behindertentransportfahrzeugen bei der riesigen logistischen Herausforderung der Abholung und Rückführung der Bewohner eingebunden.

Bombenfund in Köln-Riehl

Am 23. Juli waren die Einsatzkräfte dann erneut gefordert, nachdem eine weitere Bombe im Köln-Riehl gefunden wurde. Betroffen waren auch diese Woche wieder die Riehler Heimstätten, so dass  die Wohn- und Pflegebereiche komplett geräumt werden mussten.

An der gemeinsam von den Kölner Maltesern, Johannitern und überörtlichen Kräften des DRK betriebenen Betreuungsstelle im Staatenhaus Köln wurden über 500 Bewohnerinnen und Bewohner aufgenommen und für die Zeit der Bombenentschärfung versorgt. Im Gegensatz zur Evakuierung in der vergangenen Woche, waren jedoch nur wenige Bettlägerige zu betreuen. Das Zusammenwirken aller hat dabei mal wieder hervorragend geklappt.

Auch das Malteser Krankenhaus St. Hildegardis unterstützte die Evakuierung mit der Aufnahme pflegedürftiger Menschen. Im Laufe der Evakuierung wurden etwa 44 Patienten aus der Senioreneinrichtung aufgenommen, die von zusätzlichem Pflegepersonal und den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses versorgt und betreut wurden.

Mit Herz bei der Sache

Die Kölner Einsatzkräfte erhielten zahlreiche Unterstützung aus dem Umland. So waren Helferinnen und Helfer aus dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Oberbergischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis sowie Leverkusen und Bonn aktiv. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kräften für das tolle und vorbildliche Engagement. 

Auch der Geschäftsführer der Sozial-Betriebe Köln, Otto Ludorff, bedankte sich mit Worten des Lobes bei den Einsatzkräften: „Zusammenfassend ist anzumerken, dass sich auf sehr hohem professionellem Niveau eine Routine ergeben hat, ohne den einzelnen Menschen aus dem Blick zu nehmen. Ich habe beobachtet, wie die Rücktransporte an unserer Pforte ankamen und alle Hilfskräfte nicht etwa mürrisch sondern vielmehr mit einem Scherz auf den Lippen und mit freundlichem Winken zurückkamen. Das zeigt mir, dass alle Beteiligten auch mit Herz bei der Sache waren.“

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